Lernziele
- Du unterscheidest Assistent, Workflow und Agent.
- Du schätzt den Stand der Agenten-Nutzung realistisch ein.
- Du schreibst einen Agenten-Steckbrief mit Leitplanken.
Assistent, Workflow, Agent
| Assistent | Workflow | Agent | |
|---|---|---|---|
| Wer entscheidet die Schritte? | Mensch | vorab festgelegt | AI |
| Beispiel | Mail-Entwurf | Rechnung ins ERP | Kundentermin aus CRM, Mails und Website vorbereiten |
| Risiko | gering | mittel | hoch |
Ein Agent bekommt ein Ziel und Werkzeuge. Er plant selbst, welche Schritte nötig sind, und führt sie aus. Das lohnt sich nur, wenn die Schritte wirklich vom Einzelfall abhängen. Viele Aufgaben, die als Agenten-Projekt starten, sind mit einem festen Workflow besser gelöst.
Wo Agenten 2026 stehen
In der McKinsey-Umfrage vom August 2026 berichten 40 % der Befragten aus Großunternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz, dass ihre Organisation AI-Agenten skaliert, nach 27 % im Vorjahr. Bei kleineren Organisationen stagniert der Wert bei 22 %. Microsoft meldet für die eigene Plattform ein 15-faches Wachstum aktiver Agenten in Microsoft 365. Der Stanford AI Index 2026 zeigt dagegen, dass der Agenten-Einsatz in fast allen Unternehmensfunktionen noch einstellig ist.
Die Lage: Das Wachstum ist steil, die Basis klein. Am weitesten sind Großunternehmen und Programmier-Teams.
Leitplanken
Agenten handeln. Deshalb brauchen sie Regeln, bevor sie starten:
- Minimale Rechte: Nur die Werkzeuge und Daten, die für das Ziel nötig sind. Zu Beginn nur Leserechte.
- Bestätigung: Mails senden, Daten löschen und Zahlungen auslösen nur nach menschlicher Freigabe.
- Protokoll: Jeder Schritt wird geloggt.
- Abbruchkriterien: Wann übergibt der Agent an einen Menschen?
- Kostenlimit: Viele Agenten werden nach Nutzung abgerechnet.
Ein besonderes Risiko ist Prompt Injection: Liest ein Agent Webseiten oder Mails, kann er versteckte Anweisungen darin befolgen. Gib ihm deshalb keine Rechte, die ein Angreifer missbrauchen könnte.
Der Agenten-Steckbrief
Beschreibe einen Agenten, bevor du ihn baust.
Aufgabe im Arbeitsalltag erledigen
Diese Aufgabe machst du in deinem Arbeitsalltag, nicht hier im Kurs. Hake die Schritte ab, wenn du sie erledigt hast.
Das kommt dabei heraus: Ein Steckbrief, mit dem du einen Pilot beantragen kannst.
Ergebnis hier eintragen
Trag ein, was bei der Aufgabe herausgekommen ist. Alles wird automatisch gespeichert. Deine Ergebnisse aus Modul 3 stehen dafür schon bereit.
Beispiel ansehen
So könnte ein ausgefülltes Ergebnis aussehen. Deine Einträge bleiben unverändert.
Dein Agenten-Steckbrief
- Ziel in einem Satz
- Lieferantenangebote vergleichen und eine Empfehlung mit Begründung vorbereiten
- Wäre ein fester Workflow einfacher?
- nein
- Begründung
- Angebote kommen in unterschiedlichen Formaten, die Kriterien wechseln je Einkauf
- Erlaubte Werkzeuge
- Lesezugriff auf den Angebotsordner, Lieferantenstamm, Tabellenkalkulation
- Verbotene Aktionen
- Bestellungen auslösen, Lieferanten anschreiben, Preise verhandeln
- Abbruchkriterien
- Pflichtangaben fehlen, Abweichung von mehr als 10 Prozent vom Budget, Laufzeit über 15 Minuten
- Verantwortliche Person
- Leitung Einkauf
- Kostenlimit pro Monat in Euro
- 50
Aus Modul 3 Deine Top 3 offen
In Modul 3 gibt es noch keine Einträge. Zu Modul 3 →
Landet in deinem Arbeitsheft
Dieses Ergebnis brauchst du in keinem späteren Modul. Es bleibt aber im Arbeitsheft und lässt sich dort exportieren.
Quiz
1. Wann lohnt sich ein Agent statt eines festen Workflows?
2. Wie viele Befragte aus Großunternehmen berichten laut McKinsey 2026, dass ihre Organisation AI-Agenten skaliert?
3. Was ist Prompt Injection?
4. Welche Aktion sollte ein Agent nur nach menschlicher Bestätigung ausführen?