Werkflow
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AI-Agenten

Was Agenten von Assistenten und Workflows unterscheidet, wo sie 2026 stehen und welche Leitplanken sie brauchen.

Lernziele

  • Du unterscheidest Assistent, Workflow und Agent.
  • Du schätzt den Stand der Agenten-Nutzung realistisch ein.
  • Du schreibst einen Agenten-Steckbrief mit Leitplanken.
6.1

Assistent, Workflow, Agent

Assistent Workflow Agent
Wer entscheidet die Schritte? Mensch vorab festgelegt AI
Beispiel Mail-Entwurf Rechnung ins ERP Kundentermin aus CRM, Mails und Website vorbereiten
Risiko gering mittel hoch

Ein Agent bekommt ein Ziel und Werkzeuge. Er plant selbst, welche Schritte nötig sind, und führt sie aus. Das lohnt sich nur, wenn die Schritte wirklich vom Einzelfall abhängen. Viele Aufgaben, die als Agenten-Projekt starten, sind mit einem festen Workflow besser gelöst.

6.2

Wo Agenten 2026 stehen

In der McKinsey-Umfrage vom August 2026 berichten 40 % der Befragten aus Großunternehmen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz, dass ihre Organisation AI-Agenten skaliert, nach 27 % im Vorjahr. Bei kleineren Organisationen stagniert der Wert bei 22 %. Microsoft meldet für die eigene Plattform ein 15-faches Wachstum aktiver Agenten in Microsoft 365. Der Stanford AI Index 2026 zeigt dagegen, dass der Agenten-Einsatz in fast allen Unternehmensfunktionen noch einstellig ist.

Die Lage: Das Wachstum ist steil, die Basis klein. Am weitesten sind Großunternehmen und Programmier-Teams.

6.3

Leitplanken

Agenten handeln. Deshalb brauchen sie Regeln, bevor sie starten:

  • Minimale Rechte: Nur die Werkzeuge und Daten, die für das Ziel nötig sind. Zu Beginn nur Leserechte.
  • Bestätigung: Mails senden, Daten löschen und Zahlungen auslösen nur nach menschlicher Freigabe.
  • Protokoll: Jeder Schritt wird geloggt.
  • Abbruchkriterien: Wann übergibt der Agent an einen Menschen?
  • Kostenlimit: Viele Agenten werden nach Nutzung abgerechnet.

Ein besonderes Risiko ist Prompt Injection: Liest ein Agent Webseiten oder Mails, kann er versteckte Anweisungen darin befolgen. Gib ihm deshalb keine Rechte, die ein Angreifer missbrauchen könnte.

Übung

Der Agenten-Steckbrief

Beschreibe einen Agenten, bevor du ihn baust.

Aufgabe im Arbeitsalltag erledigen

Diese Aufgabe machst du in deinem Arbeitsalltag, nicht hier im Kurs. Hake die Schritte ab, wenn du sie erledigt hast.

Das kommt dabei heraus: Ein Steckbrief, mit dem du einen Pilot beantragen kannst.

Ergebnis hier eintragen

Trag ein, was bei der Aufgabe herausgekommen ist. Alles wird automatisch gespeichert. Deine Ergebnisse aus Modul 3 stehen dafür schon bereit.

Beispiel ansehen

So könnte ein ausgefülltes Ergebnis aussehen. Deine Einträge bleiben unverändert.

Dein Agenten-Steckbrief
Ziel in einem Satz
Lieferantenangebote vergleichen und eine Empfehlung mit Begründung vorbereiten
Wäre ein fester Workflow einfacher?
nein
Begründung
Angebote kommen in unterschiedlichen Formaten, die Kriterien wechseln je Einkauf
Erlaubte Werkzeuge
Lesezugriff auf den Angebotsordner, Lieferantenstamm, Tabellenkalkulation
Verbotene Aktionen
Bestellungen auslösen, Lieferanten anschreiben, Preise verhandeln
Abbruchkriterien
Pflichtangaben fehlen, Abweichung von mehr als 10 Prozent vom Budget, Laufzeit über 15 Minuten
Verantwortliche Person
Leitung Einkauf
Kostenlimit pro Monat in Euro
50
Aus Modul 3 Deine Top 3 offen

In Modul 3 gibt es noch keine Einträge. Zu Modul 3 →

Dein Agenten-Steckbrief

Landet in deinem Arbeitsheft

Dieses Ergebnis brauchst du in keinem späteren Modul. Es bleibt aber im Arbeitsheft und lässt sich dort exportieren.

Quiz

1. Wann lohnt sich ein Agent statt eines festen Workflows?

2. Wie viele Befragte aus Großunternehmen berichten laut McKinsey 2026, dass ihre Organisation AI-Agenten skaliert?

3. Was ist Prompt Injection?

4. Welche Aktion sollte ein Agent nur nach menschlicher Bestätigung ausführen?